bisherige Ausstellungen von 04/2023 bis 2024


Günter Thomaschek

" Was mich bewegt" 


Sa.
16.9.2023 bis So. 29.10.2023

Der Künstler zeigte Ölbilder, Pastelle und Zeichnungen, dazu Installationen sowie Literatur in kurzen Textbeiträgen



 

Die Ausstellung gab einen Einblick in seine Mal- und Zeichenkunst, die er seit seiner Kindheit betreibt. Der Schwerpunkt der Ausstellung lag auf Werken des „gereiften“ Malers. Sie zeigt aber auch frühere Werke seit den 1970er und 80er Jahren, als er seine Maltätigkeit als Gaststudent einer Kunsthochschule professionalisierte. Für fast 8 Jahre war er Gaststudent bei Prof. Schaffmeister und Prof. Koller in Köln. Seine bevorzugten Maltechniken sind Öl, Pastell, Bleistift und Kohle, von denen Werke in der Ausstellung vertreten sind.

Was aber bewegt Günter Thomaschek in der Kunst bis heute? Er sagt, es ist die Malerei als solche. Dabei fordert er mehr Ernsthaftigkeit in der Malerei ein. Dies betrifft sowohl den Umgang mit Material und Technik, als auch das gewählte Thema. Er sieht sich selbst als gegenständlichen Maler, der es aber auch liebt, Motive verfremdet oder mit abstrakter Malweise darzustellen. Dies fällt bei dem Besuch seiner Ausstellung sofort auf. Günter Thomaschek sagt von sich selbst, dass er sich gern gegenständlich ausdrückt. Aber auch für seine abstrakten Bilder braucht er ein Seherlebnis, um die Arbeit an einem Bild zu starten. Für Günter Thomaschek ist Malen Arbeit! „Die Arbeit vor mir auf der Staffelei fordert mich. Der Malprozeß ist für mich eine Herausforderung. Erst wenn das Bild fertig ist, fällt diese Spannung von mir ab.“ Dies kann ein Zustand sein, der mehrere Tage anhält. Fertig ist ein Bild für ihn dann, wenn es gefühlsmäßig das widerspiegelt, was der Künstler mit dem Bild rational ausdrücken will.

Die Ausstellung war für Günter Thomaschek auch eine verspätete Jubiläumsausstellung, zu der er persönlich einlud. An vielen Tagen der Ausstellung war er selbst für Gespräche und Erklärungen in der Ausstellung anwesend.

 

Bei der Finissage erläuterte der Kunstsammler Harald Grunert das Daphne-Bild von Günter Thomaschek und den mythologischen sowie kunsthistorischen Hintergrund des Motives und der Figur, verwies dabei auf Werke anderer Künstler.


Jahresausstellung des atelier 22 e.V.
"Zufall"

 

Sa. 29.7.2023 – So. 10.9.2023

Künstler:innen aus dem Verein zeigen ihre Werke in der Galerie, im Kabinett und in der Werkstatt zu dem Thema.

 

Text Einführung Günter Thomaschek

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Einführung Jahresausstellung 2023 Zufall
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Die rund 30 teilnehmenden Künstler:innen setzten sich gedanklich und kreativ mit dem Phänomen Zufall auseinander. Vielfältige Perspektiven auf den Zufall sind möglich: der alltägliche Blick, die Sicht der Wissenschaften wie Mathematik, Physik und Philosophie, und nicht zuletzt der Zufall in Kunst, Musik und Literatur. Auch die Frage „Gibt es den Zufall überhaupt?“ wurde diskutiert und kontrovers beantwortet.
Für die Teilnehmenden war das Thema durchaus eine Herausforderung - gerade weil der Anpruch da war, nicht in der Beliebigkeit zu landen. Einige Künstler:innen stellten Aspekte des Themas inhaltlich dar, andere bezogen künstlerische Zufallstechniken ein oder ließen sich durch zufällig enstandene oder vorhandene Strukturen und Bildelemente inspirieren. Diese Herangehensweise entspricht dem Prinzip der Serendipität: dem zufälligen Geschehen Raum zu geben und offen zu sein für das Nicht Gesuchte.
Entstanden ist eine Vielfalt von Werken. Neben Mal- und Zeichenkunst werden auch  Strukturbilder, Collagen, Fotografien, Assemblagen, Buchkunst und Skulpturen gezeigt.


Gruppenausstellung

"Weit Weg - Spürbar Nah" - zeitgenössische Kunst aus Afrika - Ausstellung und umfangreiches Begleitprogramm

Sa. 10.06.23 – So. 23.07.23
 

Detail-Informationen mit Texten und weiteren Bildern finden Sie über diesen link zum Projekt .

 

 


Sigrid Menzel
"Jenseits der HAST"
-Abenteuer Farbe-


Sa.
22.04.23 – So. 4.06.23
 

Sigrid Menzel setzte in ihrer Ausstellung „Jenseits der HAST“ – Abenteuer Farbe – einen Gegenpol zum Zeitgeist des Pessimismus. Es war eine spannende Retrospektive über fünf Jahrzehnte ihrer Malerei. Sie zeigte eine große Bandbreite ihrer Malerei von Zeichnungen, Aquarellen, Collagen und Acrylbildern. Gezeigt wurde insbesondere die Faszination der figurativen Malerei.

Dies ist eine besondere Ausstellung von Sigrid Menzel, die hiermit ein Jubiläum feiert. Seit mehr als 50 Jahren ist sie als Künstlerin tätig, davon die letzten 10 Jahre mit uns in Celle. Die Ausstellung präsentiert einen Querschnitt ihrer Bilder, die die Vielfältigkeit ihrer Motive und Techniken belegt. Im Mittelpunkt stehen ihre Acryl- und Aquarell-Bilder. In leuchtenden Farben, bevorzugt rot, gelb, blau und türkis, zeigen ihre Bilder Menschen und Natur. Den Betrachter versetzt dies leicht in eine Urlaubsstimmung. Viele dieser Motive sind tatsächlich auf Reisen mit ihrem Ehepartner in verschiedenen Weltregionen entstanden. Sigrid sagt, dass sie selbst nie auf diesen Reisen fotografiert hat, dafür aber immer ein Skizzenbuch und Stifte dabei hatte. Tatsächlich sind viele ihrer Bilder im Atelier nach ihren Reiseskizzen entstanden. In der Ausstellung zeigt sie eine sehenswerte Sammlung ihrer Skizzenbücher. Gerne lässt die Künstlerin Besucher in diesen Heften blättern. Tatsächlich sind viele Bilder in den Reise-Skizzen wiederzufinden.

Die Ausstellung ist ein Hinweis auf Sigrid Menzels Vorliebe für die Modezeichnung. Sie erzählt, dass ihre Eltern früh ihr künstlerisches Talent entdeckt haben, ihr Vater aber darauf drängte, dass sie einen „richtigen“ Beruf erlernen sollte. Für Sigrid war es deshalb naheliegend, sich als Modezeichnerin ausbilden zu lassen. In der Ausstellung sind hervorragende Beispiele dieser ihrer Leidenschaft zu sehen.

Sigrid hat sich in ihrem Beruf der Malerei immer mit Freude gewidmet. Die positive Stimmung in ihren Arbeiten wollte sie auch auf den Betrachter wirken lassen. Das ist ihr auch vorzüglich mit dieser Ausstellung gelungen. Ihre malerische Meisterschaft beweist sie in den unterschiedlichen Techniken, mit denen sie experimentiert und sich ausdrückt. Dazu gehören Aktzeichnungen, Porträts mit Rötelstift gezeichnet oder Kollagen, sowie Radierungen aus früheren Jahren. Mit dieser Technik arbeitet sie heute allerdings nicht mehr. Die Technik der Radierung erfordert viel Kraft, die Sigrid heute eher in der Kreativität ihrer Motive auslebt.